Die Planeten

Planet, was wörtlich übersetzt Wandelstern heißt, ist im Unterschied zu einem Fixstern ein bewegliches Gestirn, welches von der Erde aus am Himmel mit bloßem Auge beobachtet werden kann. In der klassischen Astrologie kennt man die seit der Antike (und schon vorher) bekannten und mit bloßem Auge erkennbaren Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Hinzu kamen noch die Sonne und der Mond um auf die Zahl 7 zu kommen, für altorientalische Religionen wie z. B. in Babylon eine besonders mystische Zahl. Die Erde wird dabei ganz bewusst nicht mitgezählt, da wir uns auf ihr befinden und sie daher als Standpunkt des Betrachters gilt.

Uranus (1781), Neptun (1846) und Pluto (1930) waren im Altertum noch nicht bekannt und wurden daher nicht berücksichtigt, als man die Grundlagen für die Astrologie schaffte. Während der Uranus eher zufällig entdeckt wurde, konnte man Neptun und Pluto aufgrund von Bahnstörungen ihrer Nachbarplaneten rechnerisch vorhersagen und dann an den daraus hergeleiteten Bahnpositionen nach und nach suchen.

Es gelang der modernen Astrologie, die neuen Planeten in das bestehende System zu integrieren und von nun an mit zehn Planeten zu arbeiten. Dieser Aufbruch des alten klassischen Systems führte auch nicht zum Untergang der Astrologie, wie Wissenschaftler prophezeiten, sondern zu einem Ausweg aus der Krise, die nach dem 17. Jahrhundert eingesetzt hatte. Die Fortschritte der Naturwissenschaften, der Widerstand der christlichen Kirchen und die Aufklärung vertrieben die Astrologie vorerst aus den Universitäten und dem öffentlichen Bewusstsein.



Astroskopia