Mondkalender
Der Mondkalender und seine Historie:
Ein Mondkalender oder auch Lunarkalender orientiert sich am Lauf des Mondes und basiert daher auf Mondmonaten. Zwölf Kalender-Monate ergeben ein Mondjahr (Lunarjahr), das circa 11 Tage kürzer als unser üblicher gregorianischer Kalender ist. Das deutsche Wort Monat leitet sich etymologisch von Mond ab. Da die Mondphasen von der Erde aus gut sichtbar beobachtet werden können, nimmt man an, dass Mondkalender älter als Solarkalender (wie der gregorianische Kalender) sind. Solarkalender oder auch Sonnenkalender genannt, nehmen den Lauf der Erde um die Sonne als Basis für die Zeiteinteilung, ohne dabei den Mond zu berücksichtigen.
Der gut feststellbare Moment des Neulichts (nach einem Neumond ist erstmals wieder eine schmale Mondsichel sichtbar) wurde früher als Beginn des Monats benutzt, wobei eine Autoritätsperson dies beobachtet und verkündet hat. Heutzutage wird dieser Moment für längere Zeitperioden vorausberechnet (arithmetische oder zyklische Daten).
Seit Jahrhunderten schon finden bei land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten bestimmte Mondperioden Beachtung, da man den Überlieferungen zufolge bestimmte Arbeiten auch nur zu bestimmten Zeiten erledigen sollte. Zudem dienten sie der Datierung von Festen und für die Zählung von Lebensjahren. Seit etwa den 1980er Jahren findet man im Handel wieder Mond- oder Aussaatkalender, es gibt eine Renaissance der Langezeit unbeachteten Mondphasen. Moderne Lunarkalender werden in unterschiedlichen Lebensbereichen benutzt, das Anwendungsspektrum reicht von Gesundheit, Körperpflege und Wellness bis hin zu Hausarbeit und Bautätigkeiten.


