Astrowissen von A bis Z

A WIE ASTROLOGIE: Die Astrologie (aus dem griechischen von astron, "Stern" und logos, "Lehre") beschreibt verschiedene Lehren, Ereignisse, Schicksale und Persönlichkeitsmerkmale von Menschen deuten und vorhersagen zu können. Grundlagen hierfür sind in der westlichen Astrologie das Horoskop, die Tierkreiszeichen, Positionen der Himmelskörper, Fixsterne und Häuser.

Die Ursprünge der westlichen Astrologie liegen in Babylonien, Assyrien und Ägypten. Da der Mensch bei einer astrologischen Deutung im Mittelpunkt steht, und die Erde mit dem Menschen gleichzusetzen ist, arbeiten viele Astrologen bis heute mit dem geozentrischen Weltbild. In Deutschland ist das Recht, sich als Astrologe zu betätigen, durch das Grundrecht der Berufsfreiheit geschützt. Es bestehen hinsichtlich der Ausübung des Astrologenberufs keinerlei Einschränkungen, man muss lediglich die normale Anmeldepflicht der Gewerbeordnung beachten.

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B WIE BABYLONIEN: Babylonien gilt als Wiege der Astrologie. Durch Beobachtungen der Gestirne kamen die Babylonier zu dem Schluss, dass die Götter Ihnen durch die Stellung der Sterne Zeichen und Nachrichten geben wollten. Obwohl die Babylonier noch nicht in der Lage waren die Bahnen der Gestirne zu berechnen und zukünftige Ereignisse vorher zu sehen, so versuchten sie jedoch den Zusammenhang der Sterne und Planeten mit etwa gleichzeitig auftretenden irdischen Erscheinungen zu finden.

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C WIE CENTER FÜR PSYCHOLOGISCHE ASTROLOGIE: Das "Centre for Psychological Astrology" wurde am 13. Juni 1983 in London gegründet. Ursprünglich aus einer 1980 stattfindenden Seminarreihe von Liz Greene und Howard Sasportas hervorgegangen, hielten innerhalb der nächsten drei Jahre weitere Fachleute abendliche Vorträge. Man entschloss sich daher das breite Spektrum astrologischer Ausbildungsangebote, darunter auch psychologische Ansätze von Freud, Carl Gustav Jung und Nicolaus Klein, zusammenzufassen und so wurde 1983 nach der offiziellen Gründung auch der heutige Name festgelegt. Nach der Ausbildung erhält man ein Diplom als Abschluss.

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D WIE DEUTUNG: Ein Horoskop stellt zunächst nur astrologische Symbole dar, so dass ein/e Astrologe/Astrologin diese deuten können muss. Jedes Symbol kann auf vielfältige Weise gedeutet werden und im Kontext mit den anderen Horoskopfaktoren vervielfachen sich die Möglichkeiten nochmals. Es gibt kein Patentrezept, das man auf jede Person anwenden kann.

Vielmehr ist es Wichtig, bestimmte Erscheinungen richtig zuordnen zu können, der eigenen Intuition zu vertrauen und meist widersprüchliche Aussagen geordnet zusammenzubringen. Zudem ist die Benennung von Schwerpunktthemen zu Beginn einer Deutung sinnvoll, so dass man auf ein Ziel hinarbeiten kann und nicht mit vielen scheinbar beziehungslosen Fakten konfrontiert wird.

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E WIE ELEMENT: Jedes Tierkreiszeichen ist durch die Faktoren Element, Qualität und Polarität eindeutig bestimmt. Die vier Elemente sind: Feuer, Erde, Luft und Wasser und bilden der antiken griechischen Naturphilosophie zufolge die Grundlagen der Welt. Sie entstanden aus den Urqualitäten Trockenheit/ Feuchtigkeit sowie Wärme/ Kälte. Feuer und Luft gelten als männliche Elemente, sie sind aktiv und positiv; Erde und Wasser wiederum als weibliche Elemente, sie sind passiv und negativ. Allerdings sollte man diese Begriffe nicht wertend verstehen, da sich Gegensätze nicht ausschließen, sondern laut der Lehre der Polarität einander bedingen.

Im Tarot symbolisieren Stäbe das Feuer, Münzen das Erdelement, Schwerter die Luft und Kelche das Wasser. Die antike Einteilung der Elemente ist bis heute gültig. In China werden nicht vier, sondern fünf Elemente gezählt, und zwar Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

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F WIE FELD: Ein Horoskop wird in zwölf Bereiche unterteilt, die als Felder oder Häuser bezeichnet werden. Anders als im Tierkreiszeichen repräsentieren die Häuser keine Eigenschaften, sondern verschiedene Lebensbereiche, wie materieller Erfolg, Karriere, Sexualität, etc.

Die Einteilung der Häuser startet am östlichen Horizont, dann werden die einzelnen Häuser entgegen dem Uhrzeigersinn eingezeichnet. Die Aufteilung und Größe der Häuser ist abhängig vom verwendeten Häusersystem, welche in äqual (= gleich groß)und inäqual (= verschieden großen) eingeteilt werden, ungeachtet dessen sind aber die Horizontachse und Vertikalachse immer dieselben. Kein System ist besser als ein Anderes, Astrologen wählen meist das System aus, mit dem Sie am besten arbeiten können, wobei das Placidus-System und das GOH (Geburtsort-Häuser) weltweit am gebräuchlichsten sind.

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G WIE GEOZENTRISCHES WELTBILD: Das geozentrische Weltbild besagt, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums ist, um die sich Sonne, Mond und Planeten sowie der Sternenhimmel bewegen. Bis zu dem Zeitpunkt, als Nikolaus Kopernikus das heliozentrische Weltbild schuf, glaubte die Menschheit dieser Sicht, die der antike Astrologe und Astronom Claudius Ptolemäus zu einem System zusammengefasst hatte. Die Astrologie arbeitet bis heute mit dem geozentrischen Weltbild. Der Grund hierfür ist nicht die Ablehnung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse, sondern die Stellung des Menschen im Kosmos.

Ein absoluter Mittelpunkt des Universums kann nämlich nicht angegeben werden, da jeder Mittelpunkt nur relativ ist und vom Betrachter abhängt. Insofern ist jeder Punkt des Universums, bezogen auf seine Umgebung, als Zentrum zu betrachten. Daher ist es schlüssig, wenn bei einer astrologischen Deutung der Mensch im Mittelpunkt steht, mit einem Weltbild zu arbeiten, indem sich alles um die Erde und somit um den Menschen dreht!

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H WIE HOROSKOP: Der Begriff Horoskop kommt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus den Worten hora, die Zeit und skopein, blicken - also ein "Blick in die Zeit", oder auch "die Zeit beobachten". Das Horoskop bildet die Grundlage der astrologischen Deutung. Es wird durch astronomische Berechnungen von minutengenauen Zeitangaben erstellt.

Die gewonnenen Daten werden in ein kreisförmiges Schema gebracht, wohingegen früher Horoskope auch häufig als Quadrat dargestellt wurden. Es gibt weltweit verschiedene Arten von Horoskopen, wie unter Anderem ein Geburtshoroskop, ein Partnerschaftshoroskop oder das weit verbreitete Zeitungshoroskop!

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I WIE INTERNATIONALER TAG DER ASTROLOGIE: Jedes Jahr zum Frühlingsanfang am 21. März, beim Eintritt der Sonne in den Widder, findet dieser Tag statt. Verschiedene astrologische Verbände und Schulen nehmen diesen Tag zum Anlass für Informationsveranstaltungen. Das erste Mal im Jahr 1993 von AFAN, der "Association of Astrological Networking" veranstaltet, sollte die Vernetzung der astrologischen Gemeinschaft gefördert und die Öffentlichkeit vermehrt auf die Qualitäten der Astrologie aufmerksam gemacht werden.

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J WIE JULIANISCHES DATUM: Das Julianische Datum – nicht mit dem Datum im Julianischen Kalender zu verwechseln – ist eine fortlaufende Tageszählung und somit frei von Unregelmäßigkeiten wie Schalttagen, unterschiedlich langen Monaten usw. Es weist keinerlei kalendarische Strukturen auf, wie etwa eine Einteilung in Jahre oder Monate.

Vor allem in früheren Zeiten, also vor der Einführung des Computer und von Astrologie-Programmen, wurde das julianische Datum für den ersten Tag eines Monates in Ephemeriden angegeben, dass sind Tabellenwerke mit den täglichen Positionen der Planeten und der Mondknoten. Das Julianische Datum wurde 1583 von dem französischen Philologen und Geschichtsschreiber Joseph Justus Scaliger vorgeschlagen, es gibt mehrere verschiedene Theorien über die Namensgebung. Im internationalen Sprachgebrauch wird das Julianische Datum als "JD" abgekürzt.

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K WIE KOPERNIKUS: Nikolaus Kopernikus, 19.2.1473 - 24.5.1543, wurde mit seiner Theorie von den Umläufen der Himmelskörper um die Sonne, die die Kopernikanische Wende nach sich zog, zu einem der bedeutendsten Astronomen des Abendlandes. Kopernikus arbeitete jahrzehntelang mathematische Modelle aus, die er, basierend auf eigene und fremde Beobachtungen, vor allem aber ohne Fernrohr machte.

Im Jahre 1509 schuf Kopernikus in Heilsberg ein bedeutendes Werk, in dem er die Theorie von der Sonne als Mittelpunkt der Planetenkreise und der durch die Drehung der Erde scheinbaren Bewegung der Fixsterne aufstellte (heliozentrisches Weltbild). Erst drei Jahrzehnte später, kurz vor seinem Tode, veröffentlichte er dann endlich sein Hauptwerk und obwohl seine ungenauen Annahmen nichts beweisen konnten, so stellte Kopernikus das seit 1300 Jahren unbestrittene geozentrische Weltbild des Ptolemäus doch in Frage.

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LWIE LILITH: Lilith, der schwarze Mond oder auch "Schatten" des Mondes genannt, hat in der Astrologie eine große Bedeutung. Lilith gilt nicht wie in der Astronomie als Himmelskörper, sondern als Apogäum, also der erdfernste Punkt der Mondbahn. Lilith kann nur in Verbindung mit dem Mond stehen, also mit dem Empfindungsleben, dem Seelischen und dem Mütterlichen, umsorgenden Prinzip, aber auch der Wahrnehmung und der Identifikation mit der Umwelt.

An seinem Apogäum ist der Einfluss des Mondes geschwächt, da er dort am weitesten von der Erde, also auch von uns Menschen entfernt ist. Lilith offenbart hier jedoch, wo wir Quellen der eigenen Kraft finden. So lernen wir, verunsichernde Situationen zu bestehen und stark zu werden. Im Sinne der astrologischen Entsprechungen des Mondes werden wir dort, wo sein Apogäum ist, von Gefühlen und der Umwelt unabhängiger. Für einen Umlauf durch den Tierkreis benötigt Lilith etwa 8 Jahre und 10 Monate.

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M WIE MONDHAUS: Es gibt 28 Mondhäuser, die auch Mondstationen oder Mansiones genannt werden. Sie entsprechen ca. den 28 Tagen, die der Mond für einen vollen Umlauf um die Erde benötigt, gemessen von Neumond bis Neumond. Wie bei dem Tierkreis beginnen die Mondhäuser ebenfalls bei 0° Widder, allerdings werden in der Anwendung keine ihnen zugeordneten Eigenschaften genannt, sondern nur Handlungsanweisungen (Elektionen), z. B. "Gut für Reisen", "Schlecht für Partnerschaften", usw.

Die Mondhäuser finden heutzutage leider nur noch in der indischen und chinesischen Astrologie Anwendung. In Indien auf 27 sogenannte Nakshatras reduziert, gibt es in der chinesischen Astrologie auch 28 Mondhäuser (Hsui bzw. Xiu genannt). Die chinesischen Mondhäuser beginnen jedoch nicht bei 0°Widder, sondern im Sternbild Jungfrau und werden von Vollmond zu Vollmond gezählt.

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N WIE NOSTRADAMUS: Michel de Nostredame, 14. 12. 1503 - 2. 07. 1566 war Apotheker und hat als Arzt und Astrologe gearbeitet. Schon zu seinen Lebzeiten machten ihn seine prophetischen Gedichte berühmt. Nachdem er ein Ereignis vorhergesehen hatte, versucht er, das präzise Datum mit Hilfe astrologischer und astronomischer Methoden zu ermitteln, was ihm durch das Erstellen eines Horoskops gelang.

Nostradamus selbst nannte sich stets nur Astrophile, also Sternenfreund und hat oft als psychisch-astrologischer Berater gearbeitet. Obwohl er wegen der Pest 1520 die Universität Avignon verlassen musste und auch 9 Jahre später die Universität Montpellier vorzeitig verließ, daher nie Astrologie studieren konnte, widmete sich Nostradamus im Laufe der Zeit immer mehr verschiedenen astrologischen Lehren. Um 1555 wurde er sogar Astrologe des französischen Königs Heinrich II. und konnte sich erst durch die Beziehungen zum Hochadel ein hohes Vermögen und Auskommen verschaffen.

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O WIE OKTOTOPOS: Kann auch Oktatopos oder Oktotropos geschrieben werden und bedeutet aus dem griechischen Übersetzt "acht Orte". Es handelt sich hierbei um eine antike Einteilung des Horoskops, ausgehend vom Aszendenten und wahrscheinlich gegen den Uhrzeigersinn gezählt, die noch nicht auf einer Zwölferteilung beruht, sondern auf einer Einteilung in acht Häuser. Die Einteilung in zwölf gleiche Abschnitte heißt Dodekatopos (zwölf Orte). Es ist schwer zu belegen, ob der Oktatopos eine Nebenform des Dodekatopos ist, oder in ihm eine Vorform zu sehen ist. Außerdem gibt es unterschiedliche Meinungen darüber, in welcher Richtung die acht Orte/Häuser gezählt wurden: im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn. Heutzutage ist eine vergleichbare Einteilung namens Bagua noch in fernöstlichen Weisheitslehren verbreitet, und über das Feng Shui auch im Westen wieder bekannt. Hier sind die Orte allerdings anders belegt als im antiken Oktotopos und scheinen eher von den Dodekatopos abgeleitet zu sein.

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P WIE PLANET: Das Wort bedeutet im Deutschen "umherirren, umherschweifen" und hat sich im Altgriechischen auf eine umherschweifende Herde bezogen. Die Astrologie unternimmt eine andere Einteilung der Planeten als die Astronomie. Sie rechnet Sonne und Mond zu den Planeten und lässt mehrheitlich die Erde weg, da sie als menschlicher Bezugspunkt gilt. Seit der Entdeckung von Uranus, Neptun und Pluto arbeitet man in der Regel mit zehn Planeten. Auch der Kleinplanet Chiron erfreut sich bei Astrologen immer größerer Beliebtheit. Es gibt persönliche, gesellschaftliche und geistige Planeten und sind nach antiken Göttergestalten benannt.

Neben dem Tierkreis und den Häusern zählen die Planeten zu der wichtigsten Grundlage der Astrologie, um zu einer Deutungsaussage zu gelangen. Sie repräsentieren die Wesenskräfte des Menschen und erhalten durch die Stellung in den Tierkreiszeichen bestimmte Eigenschaften.

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Q WIE QUADRANT: Ein Quadrant teilt jedes Horoskop in vier Bereiche ein, die sich aus der Horizontachse sowie der Vertikalachse eines Achsenkreuzes ergeben. Sie sind in der Regel unterschiedlich groß und die genaue Ausdehnung hängt von dem Ort und der Zeit ab, auf die das Horoskop erstellt wurde.

Die Qualität des Tierkreises wird ebenfalls beachtet, so dass jeder Quadrant drei Häuser umfasst, erst ein kardinales, dann ein fixes und zum Abschluss ein veränderliches. Die Aufteilung der Quadranten ist unabhängig vom Häusersystem, da die vier Achsen feststehen und nicht vom Häusersystem beeinflusst werden. Aus dieser Einteilung ergibt sich die unterschiedliche Prägung der Quadranten: Die Osthälfte des Horoskops gilt als Ich-Hälfte, die Westhälfte als Du-Hälfte. Die obere Hälfte repräsentiert das Außen, die untere das Innen.

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R WIE RADIX: Der Begriff Radix oder auch Radixhoroskop, stammt vom lateinischen Wort "radix" (Wurzel) ab und ist die Bezeichnung für jegliches Horoskop, von dem andere Horoskope abgeleitet werden können das Radixhoroskop ist damit sozusagen die Grundlage oder der Ausgangspunkt für die anderen Horoskope.

Oft lassen sich abgeleitete Horoskope nicht deuten, ohne dass das Radixhoroskop hinzugezogen wird. Es zeigt den Himmel mit der Anordnung der Himmelskörper zum Zeitpunkt der Geburt einer Person und daher benötigen Astrologen und Astrologinnen für dieses individuelle Horoskop die genaue Geburtsminute und den Längen- und Breitengrad des Geburtsortes. Zwei Menschen, die im gleichen Augenblick in zwei unterschiedlichen Städten geboren werden, haben unterschiedliche Horoskope.

Selbst bei Zwillingen verschieben sich die Horoskopachsen und damit die Häuser, da die Kinder im Abstand weniger Minuten, oft sogar Stunden, nacheinander geboren werden. Früher musste man so einen Radix mühsam in stundenlanger Feinarbeit mit Zirkel und Winkelmesser zeichnen, heute benutzen fast alle Astrologinnen und Astrologen hierfür den Computer.

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S WIE SCHICKSAL: Das Schicksal (von altniederländisch "schicksel") beschreibt einerseits die Idee, einer personifizierten, höheren Macht, die das Leben eines Individuum beeinflusst und somit lenkt; andererseits gibt es das veränderbare Schicksal, das ein Individuum selber lenken und somit verändern kann. Wäre das Schicksal jedoch von einer höheren Macht vorbestimmt, so müsste es die Möglichkeit geben, im Voraus Andeutungen zu bekommen. Dieser Gedanke liegt der Astrologie zugrunde.

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T WIE TIERKREIS: Auch Zodiak genannt, wird eine ca. 20 Grad breite Zone um die Ekliptik genannt, innerhalb der die scheinbaren Bahnen von Sonne, Mond und den Planeten verlaufen. Innerhalb dieser Zone befinden sich die 12 Tierkreis-Sternbilder. Ein Sternbild ist eine Gruppierung von Fixsternen, welche von alters her als Bilder gedeutet wurden. Man hat sich heute international auf 88 Sternbilder geeinigt (darunter die 12 Tierkreis-Sternzeichen), wobei im Laufe der Geschichte Bilder dazugekommen oder verschwunden sind.

Es gibt keine genauen Quellen, wie die Zuordnung der Sternbilder zu ihren jeweiligen Eigenschaften überhaupt entstanden ist, sicher ist jedoch, dass sie seit jeher in fast allen Kulturen ein Mittel zur Orientierung am Himmel sind und daher auch für die Seefahrt genutzt wurden.

Der Tierkreis, als solcher heute nicht mehr verwendet, da er einfach mit den Sternbildern zusammengefasst wird, kann in tropisch (westliche Astrologie) und siderisch (indische Astrologie) aufgeteilt werden.

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U WIE URSACHEN UND WIRKUNGS-KAUSALITÄT: Eines von zwei grundlegenden Erklärungsmodellen der Astrologie, basierend auf dem Gedanken, dass Planeten, Fixsterne und Himmelskörper unmittelbar auf die Erde Einfluss nehmen. Zur Begründung wird oftmals der Mond genannt, der wissenschaftlich messbar Ebbe und Flut, den Menstruationszyklus der Frau und das Wachstum der Pflanzen beeinflusst.

Neben dem Mond wirken außerdem kosmische Strahlungen wie der Sonnenwind, Gammastrahlen und Radiowellen auf die Erde ein und Newtons Gravitationsgesetz beweist, dass es eine "unsichtbare Kraft" gibt, die das Universum zusammenhält und auf alles einwirkt. Obwohl von anderen Planeten keine direkte Einwirkung auf die Erde gemessen werden kann, gehen Anhänger des kausalen Prinzips davon aus, dass nur die technischen Möglichkeiten unzureichend sind, sie zu messen.

Bei der Analogie, dem zweiten Erklärungsmodell, wirken die Gestirne nicht direkt auf die Erde ein, sondern dienen als eine Art Zeiger. Die Erde ist entsprechend ein Abbild des Kosmos und alles, was sich auf ihr ereignet, hat seine Parallelen am Himmel. Die Gestirne zeigen dies, und deshalb können Astrologen/ Astrologinnen aus dem Stand der Planeten und Sterne Rückschlüsse auf irdische Ereignisse und Personen ziehen.

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V WIE VOLLMOND: Bei Vollmond ist der Mond von der Erde aus vollständig sichtbar. Astrologisch gesehen handelt es sich um eine Opposition von Sonne und Mond, also wenn sie sich von der Erde aus in entgegengesetzter Richtung befinden. Die Energien von geistigem Bewusstsein und emotionaler Geborgenheit stehen sich direkt gegenüber und fordern einander heraus.

Der Vollmond ist ein Symbol für den Höhepunkt eines Unternehmens oder eines Zyklus, der nun in die Öffentlichkeit drängt, gefolgt von einem Prozess des Rückgangs und Absterbens. In vielen spirituellen Lehren besitzt der Vollmond eine geringere Gewichtung als Beispielsweise der Neumond, trotzdem spielt er im Alltag eine größere Rolle und zu seinen Ehren werden viele Feste gefeiert.

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W WIE WÜRDE: Die Würde in der klassischen Astrologie bezieht sich auf die Planeten und beurteilt, ob ein Gestirn im Horoskop nützlich oder hinderlich für einen Menschen ist. Maßgebend ist hier die Platzierung des Planeten und seiner Position im Tierkreis, daraus ergeben sich Faktoren wie die Hausposition, Stellung zu Fixsternen, Sonnennähe und Geschwindigkeit.

Es ist zwischen der essentiellen und der akzidentiellen Würde zu unterscheiden, wobei die essentielle Würde sich immer auf die Zeichenposition bezieht. Der Planet, der die meisten essentiellen und akzidentiellen Würden auf sich vereinigt, wird als Almute (arabisch al-matin, "der Starke") bezeichnet. Er kann für ein Horoskop insgesamt oder aber auch für Horoskop-Häuser ermittelt werden.

Die Kategorisierung verleitet leicht dazu, die Stellung der Planeten in bestimmten Tierkreiszeichen als "gut" oder "schlecht" zu bewerten, weshalb die moderne psychologische Astrologie kaum mehr damit arbeitet. Einzig in der Stundenastrologie und der Elektion sind die Würden der befragten Planeten noch mitentscheidend bei der Deutung von Horoskopen.

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Y WIE YIN/YANG: Yin und Yang bedeutet übersetzt dunkel und hell und entspricht in der Astrologie die Idee der Polarität. Das heißt, dass sich Gegensätze nicht ausschließen, sondern einander bedingen. Grundlegende Polaritäten sind Tag und Nacht, Sommer und Winter, Licht und Schatten, warm und kalt, männlich und weiblich usw.

Yin steht für weiblich, passiv und die Nacht, während Yang für männlich, aktiv und den Tag steht. Dieses weltbekannte Symbol zeigt deutlich, dass es sich erstens um ein dynamisches Prinzip handelt, und zweitens, dass das eine im anderen enthalten ist und keines ohne das andere komplett ist. Die Vorstellung von Yin und Yang ist über 2500 Jahre alt. Chinesische Astrologie, Medizin und Alchemie bauen auf dem Yin-Yang-Prinzip auf.

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Z WIE ZEICHENHERRSCHER: In der Astrologie ist jeder der zehn Planeten Herrscher bzw. Regent über mindestens ein Tierkreiszeichen. Die Zeichenherrscher werden unterteilt in die Hauptherrscher, das sind Planeten mit der stärksten Beziehung zu einem Zeichen und den Nebenherrschern, die in der klassischen Astrologie eigentlichen Herrscher des alten Planetens-Systems ohne Uranus, Neptun und Pluto. In der Stundenastrologie und in der Elektionsastrologie wird ausschließlich mit diesen alten Zuordnungen gearbeitet.

Das Tierkreiszeichen, in dem ein Planet Herrscher ist, entspricht seinem Wesen am meisten. Zeichenherrscher sind von großer Bedeutung in der Astrologie, da man mit ihrer Hilfe innere Verbindungen und Zusammenhänge des Horoskops entschlüsseln kann. Die Einstufung des Planeten Pluto als Zeichenherrscher ist in Astrologenkreisen noch nicht abgeschlossen, auch wenn der Skorpion als Zeichen der Herrschaft Plutos überwiegend akzeptiert ist.

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